Güstrower Lokalnachrichten

17. Juni 2018

Es ist schon wieder ein paar Tage her

geschrieben am 31. Januar 2014 ,von G.Endlich

Es ist schon wieder ein paar Tage her

Man will es gar nicht glauben, meine sehr verehrten Leserinnen und Leser Ihrer „Güstrower Lokalnachrichten“: in elf Monaten – falls Sie just am 24. Januar das neue Heft aus dem Briefkasten holen – sitzen wir schon wieder unterm Tannenbaum und packen unsere Geschenke aus. Doch ich will Ihnen gar keinen Schreck einjagen, das ist schließlich die Aufgabe des Handels. Vielmehr möchte ich Ihnen, wenn auch verspätet, Glück, alles Gute und vor allem die beste Gesundheit wünschen. Manch einer schaut schon etwas überrascht drein, ruft man ihm im Vorbeieilen diese Worte zu. Eigentlich sollte man mit guten Wünschen ohnehin nicht geizen, sie muntern in schweren Stunden auf, helfen über manche Klippen, machen Mut.

Noch einmal zum Glück. Sicher ist Ihnen nicht entgangen, wie vielen Lottospielern aus unserem Land in diesem Jahr schon Fortuna zulächelte. Mehrere gewannen Millionen, andere aber waren froh, wenn sie wenigstens ihren Einsatz zurückbekamen. Trotzdem lockt das Plakat mit dem Hinweis „In dieser Annahmestelle wurden 6 Richtige getippt“ immer wieder neue Mitspieler. Das mit der Schlagzeile „Millionen gingen leer aus“ ist mir noch nie begegnet. Aber so ist es, knallige Schlagzeilen bestimmen ja auch den Verkaufserfolg von Zeitschriften und Illustrierten. Auf Glanzpapier gedruckte bunte Zeitschriften locken mit Überschriften wie „Das war‘s wohl“ oder „Es gibt kein Zurück!“ oder gar mit der Feststellung: „Er war der Mörder!“. Wer soll da schon widerstehen, schließlich muss man mitreden können. Doch in der nächsten Ausgabe ist plötzlich alles anders. In leuchtender Farbe steht auf dem Titelblatt: „Das war’s wohl doch nicht“, „Es gibt doch ein Zurück!“ und vor allem die Feststellung: „Er war wohl nicht der Mörder“. Das wiederum zwingt uns, die neuen Ausgaben mitzunehmen. Aber es ist das letzte Mal, sagt man sich. Zumindest stimmt das bis zum nächsten Mal, wo wir den Schlagzeilen wieder auf den Leim gehen. Oft erscheint am nächsten Tag in ganz kleiner Schrift die Richtigstellung. Dann wird aus den „angeblich sicheren Quellen“ ein kleines Federvieh – eine Ente. Wenn es dabei bleibt, geht es ja noch. Schlimmer ist es, wenn Sie sich einen Bären aufbinden lassen. Also immer schön aufpassen und abwarten, ob sich die Balken biegen.

Das rät Ihnen Ihr Günter Endlich

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