Güstrower Lokalnachrichten

17. Juni 2018

10 Bete, 9 Knete, 8 Faust

geschrieben am 29. August 2013 ,von G.Endlich

10 Bete, 9 Knete, 8 Faust

Was ist denn  das schon wieder für `ne Titelzeile werden vielleicht einige Leserinnen und Leser Ihrer „Güstrower Lokalnachrichten“ denken. Einige hingegen haben den „Braten“ längst „gerochen“.

Wenn nicht, dann hänge ich einfach noch „Kippel-Kappel“, „Hüpfer“, „Herr Fischer, wie tief ist der See?“ oder „Gummi-Twist“ dran. Ja, das waren UNSERE Spiele. Kaum war der Unterricht  beendet, da warteten die ersten Kumpel schon wieder vor dem Haus. Den mit vielen Lederflicken versehenen Fußball hatte Ulli unterm Arm und nun überlege ich eigentlich schon, wann wir unsere Hausaufgaben eigentlich erledigt haben. Noch dazu, wo wir bis zum Dunkelwerden „unterwegs“ waren und mit prallen Hosentaschen voller „Sommerscheiben“ oder Kastanien nach Hause kamen. Das ist zwar schon viele Jährchen her, aber wie gern erinnert man sich daran zurück. Heute liegen im Supermarkt in der hintersten Ecke die schönsten farbigen Glaskugeln – bei uns liebevoll „Glaser“ genannt – versteckt. Die hatten ja früher einen Riesentauschwert beim  „Pausenmurmel-Wettkampf“. Wenn ich richtig erinnere, war ein „Glaser“ 20 Lehmschei…, sagen wir  vornehmer, „Lehmer“ wert. Vielleicht kaufe ich demnächst einmal einige der schönsten farbigen „Glaser“, zunächst zum Dekorieren. Wie Egon, der von der „Olsenbande“, der immer einen Plan hatte, habe ich eine Idee. Als Gegenleistung für das geduldige Erklären des „Bildbearbeitungsprogramms“ am Computer  werde ich den Enkel zum „Generationenmurmel-Wettstreit“ herausfordern. Allerdings muss ich wohl vorher noch das Rumpfbeugen üben… Wäre doch mal ’ne lustige Idee, beim  nächsten Klassentreffen – so nach 60 Jahren – den Oldiepokal  in drei  Disziplinen von damals auszutragen. Aber das können sich ja Uschi, Erwin und  Karl vom „Vorbereitungskomitee“ noch einmal überlegen.

Beim Überlegen ist übrigens auch die Deutsche Bahn, nicht nur, wie sie es hinbekommt, dass wieder Züge in Mainz halten, sondern welches Parfüm  künftig in Regionalzügen verströmt werden soll, um die Reisenden bei guter Laune zu halten. Das stimmt wirklich! Statt nach Schweiß oder Bier soll es also künftig nach Flieder, Rosenholz oder Jasmin duften.  Reisen soll also nicht nur teuer, sondern angenehm sein. Aber noch ist es nicht so weit. Genießen wir deshalb alle bevorstehenden Feste, wieder unser „Güstrow kocht auf“, die 13. Kunstnacht oder manches Erntefest. Vielleicht steht einmal neben Hüpfburg und Kinderschminken ein Spaß aus unseren Kinderzeiten auf dem Programm.

Darüber freut sich sicher nicht nur Ihr Günter Endlich

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